Abschätzungen zum arktischen Ozonverlust aus der Temperatur

Hier sieht man die zeitliche Entwicklung des Bereiches niedriger Temperaturen, die unterhalb einer typischen Schwellentemperatur zum Chlor-katalysieren Ozonabbau liegen. Der Mittelwert dieses Volumens der kalten Temperaturen is ein Maß für den Ozonabbau.

Die obere Abbildung zeigt die zeitliche Entwicklung der Fläche mit Temperaturen unterhalb des Temperatur-Schwellwertes. Die untere Abbildung zeigt das entsprechende Volumen (durchgezogene Linie) und den Mittelwert zwischen Mitte Dezember und Ende März (gepunktete Linie und Pfeil rechts). Zum Vergleich ist der entsprechende Mittelwert anderer Jahre als farbige Pfeile am rechten Bildrand dargestellt. Im Jahr 2011 lag dieser Mittelwert bei 38⋅106 km 3 .

2016

Grundlagen: Proxy APSC und VPSC

APSC gibt die Fläche in einer bestimmten Höhe an, die unterhalb eines typischen Temperatur-Schwellwertes liegt, unterhalb dem der Chlor-katalysierte Ozonabbau stattfindet. VPSC ist das entsprechende Volumen in einem gegebenen Höhenbereich (hier: 14-22 km). Hier wird der Mittelwert dieser Größe zwischen Mitte Dezember und Ende März betrachtet. Da es meist in kalten arktischen Wintern auch einen stabilen Polarwirbel gibt, hat man empirisch gefunden, dass man aus dieser Größe gute Näherungen für den Ozonabbau ermitteln kann [1]. Hohe Werte von VPSC bedeuten hohe Ozonverluste.

[1]siehe z.B. Rex, M. et al., Geophys. Res. Lett., 31, doi:10.1029/2003GL018844, 2004